Fair Trade Wein Genuss ohne Reue

Guter Wein stammt nicht nur aus Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland oder den USA, um nur einige der Weinbauländer der Nordhalbkugel zu nennen. Er stammt auch aus Südafrika, Argentinien oder Chile. Hier sieht es um die Arbeitsbedingungen anders aus. Vielfach können die Erntehelfer arbeiten, bis sie umkippen und können dennoch ihrer Familie kein angemessenes Leben bieten. „Fair Trade“ ist deswegen vielen als Label bekannt: Die Betriebe unterwerfen sich gewissen Standards und Kontrollen, um mit diesem Siegel zugleich höhere Preise zu rechtfertigen. Dafür erhalten alle Arbeitnehmer fairen Lohn, was sinnvoller Entwicklungshilfe gleich kommt. Die Menschen vor Ort wissen immerhin am ehesten, was sie in ihrem Alltag dringend brauchen, sowie mehr Kaufkraft den Regionen gut tut.

Für guten Wein werden von richtigen Liebhabern oder von wirklich reichen Menschen gerne auch hohe Preise gezahlt. Fair Trade Weine müssen nicht wirklich teuer sein und können dennoch Spitzenweinen das Wasser reichen. Es ist eher ein Label der Südländer. Demnach finden sich als Winzer in Südafrika die Lilienfontein-Farm der Bosman Family Vineyards und das Weingut Koopmanskloff Wingerde, beide in der Nähe von Cape Town. Beim PAR-Weinpreis Südafrika konnte sich Koopmanskloff 2015 gleich frei Preise holen: Großes Gold für den Koopmanskloof Shiraz, Gold für den Sauvignon Blanc und Silber für den Cabernet Sauvignon.

In Chile gibt es bei Santiago die Sociedad Vitivinicola de Sagrada Familia. Es handelt sich um einen Verbund aus Winzern, die zusammen das unter der Regierung von Salvador Allendes errungene Land behalten wollen. Allendes war der weltweit erste frei gewählte sozialistische Präsident, der während dem Militärputsch von Pinochet Suizid beginn.

Ob aus Südafrika oder vom chilenischen Verband: Eine gute Auswahl mit guten Weinen macht sich im Weinregal immer gut. Ob bei Winterwetter das Holz im Kamin knistert und besondere Gäste zugegen sind oder es in den Sommermonaten beim Grillabend spät wird: Die Gäste sind ganz unterschiedlich. Einen Fair Trade Wein im Weinregal zu haben, kann demnach kein Fehler sein. Es handelt sich um guten Wein sowie die Besucher schnell beeindruckt sind. Bio, Fair Trade, Oeko Tex 100 und andere Label sind in vielen Kreisen immerhin Schick. Wenn zugleich etwas Gutes für die Menschen oder die Natur dabei rum kommt, soll sich dem kein Weinkenner verschließen.

Weintrinken ist etwas sehr geselliges. Nach der Arbeit, wenn Entspannung gesucht wird und es lockerer zugehen soll, hebt ein guter Schluck die Stimmung und die Gesprächsthemen finden sich von alleine. Warum nicht mit dem Griff in das Weinregal das Gesprächsthema heraus ziehen? Der Fair Trade Tropfen aus Südafrika oder Chile bringt die Story immerhin schon mit. Ob es um die historisch-politischen Gegebenheiten oder die Lebensbedingungen einfacher Einheimischer geht: Die ganzen Kontinente Afrika und Lateinamerika haben sehr viel mehr als nur guten Wein zu bieten. Es ist zumindest ein schönes Gefühl, wenn für den geselligen Abend nicht andere Menschen in Elend leben.

Quelle:

http://www.fair-wein.de/fair%20trade

http://www.gepa.de/home/produkte-projekte/gold-und-silber-fuer-gepa-weine.html

https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte-de/wein.html

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.